So, nun hat es uns bzw. Timo das erste Mal erwischt. Er hat sich eine leichte Angina eingefangen. Als Eltern macht man sich natürlich direkt Sorgen. Es gehen einem Gedanken durch den Kopf, wie z.B. „Hat er sich bei mir angesteckt?“, „Waren die Dinge, die er sich jetzt interessiert in den Mund steckt nicht sauber genug?“.
Alles in Allem aber muss man sagen, dass 6 Monate nach Geburt, es schon eine ganze Weile ist, die Timo gesund war. Andere Kinder hat es da schon deutlich früher „erwischt“, das tat einem schon leid, aber so richtig nachvollziehen konnte man das nicht.
Jetzt ist es anders, man kann mitreden, über die Sorgen und Gedanken, die einem durch den Kopf gehen. Wie man als Erwachsener immer auch ein Stück mit leidet.

Zum Glück ist es aber nichts Ernstes und der Doc meint, dass Timo in 2 Tagen wieder richtig fit sein sollte. Bei der Angina, die ich zu meinem letzten Geburtstag hatte, war das schon was anderes, das hat gut eine Woche gedauert, bis es wieder bergauf ging, und das lag zum Großteil auch am Penicillin. 😉
 
Irgendwie geht man trotzdem auch in Gedanken schlimmere Krankheiten durch, zumindest ging mir das so. Und ich habe mich dran erinnert, dass es mittlerweile auch ein Kinderpalliativzentrum gibt, was von der Vodafone-Stiftung unterstützt wird. Dort habe ich schon gespendet, bevor Timo auf die Welt gekommen ist. Ich hatte ja schon in einem anderen Post erwähnt, dass ein Kind, den Blickwinkel auf die Welt vollkommen ändert. So ging es mir auch bei dieser Seite. Ich stellte mir vor, wie es wäre, dass eigene Kind so klein wie es ist schon auf die letzte Reise begleiten zu müssen. So etwas zu erleben wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind. Das Mitgefühl mit den Betroffenen, hat mich in dem Moment so überwältigt, dass ich den ungeheuren Drang hatte irgendwie auch zu helfen, auch wenn es nur ein kleiner Teil war. Spenden, kann man dort bequem online oder sogar über die Mobilfunkrechnung begleichen, was meinen Entschluss noch bekräftigte.

Wie gesagt, man denkt doch völlig anders, wenn man „betroffen“ ist, zumindest in der Form, dass man besser nachvollziehen kann, wie es sein könnte.

Ich glaube viele von Euch, die das hier lesen, können es ganz gut nachvollziehen, wie sich das anfühlt. Ich muss aber auch sagen, dass ich mir nicht permanent diese Gedanken mache, nicht das hier jemand denkt ich bin kurz vor einer mittelschweren Depression 😉

 Es gibt halt nur manchmal ruhige Momente in denen ich diese Gedankengänge bewußt zulasse, um mir vor Augen zu führen, wie viel Glück wir bis hier hin schon hatten. Die kleinen Dinge des Alltags zusammen mit Timo machen so noch deutlich mehr Spaß, weil man die Wertigkeit ganz anders einordnet.

Und wenn ich ihn dann so sehe, kann ich mein Glück kaum fassen:

Übrigens, gleiche Aufnahmeserie, aber 2 Sekunden bearbeitet:

Welches findet Ihr cooler? 😉

1 comment on “Kinder und Krankheiten”

  1. Anonymous Antworten

    OK, da hier anscheinend keiner zu Stellung nehmen möchte, fange ich jetzt einfach mal an, obwohl ich sicherlich anders entscheide als die Hobby-Fotografen 😉
    Ich persönlich finde das erste Foto cooler, weil es mehr „Frische“ verleiht…
    Viel Spaß weiterhin in D´DORF und viele Grüße an den kleinen Räuber!!

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