Jetzt ist auch der „Jüngste“ in der Familie unter der Haube 😉
Ich glaub gerade für Eltern ist das irgendwie ’n komisches Gefühl. Aus’m Haus sind wir ja nun schon länger, aber mit der Heirat, gründen Kinder nun mal ihre eigene Familie und „nabeln“ sich richtig ab. Der Fokus im Leben wird sehr stark auf sich selbst gelenkt bzw. auf die eigene neue Situation in der man sich nun befindet.

Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn wir von unserem Spross zu hören bekommen, dass er heiraten wird (das ist ja noch ein paar Jahre hin). In einem anderen Blog  habe ich mal die Phasen gelesen, die man als Papa durchmacht, vom absoluten Superhelden, zum Berater und irgendwann wenn Enkel da sind, nur noch zum Beobachter. Den gesamten Artikel könnt Ihr hier bei www.vaterfreuden.de mal nachlesen.

Nun ja, jetzt aber mal zurück zum Thema: wenn der Bruder heiratet ist das schon etwas Besonderes. Ok, ich gebe zu, die Erkenntnis kommt ziemlich spät, woran nicht nur der Bräutigam schuld ist 😉 Ich selbst habe halt vorher geheiratet und mich zu dieser Zeit gar nicht in die Rolle meines Bruders versetzt. Naja Empathie ist manchmal halt auch ein wenig Glückssache 😉

Trotzdem, irgendwie war das den ganzen Tag über völlig surreal, bis wir dann die wirklich wunderschöne freie Trauung miterlebt haben (danke noch mal das wir dabei sein durften). Das uns diese Variante so gut gefallen hat, lag wahrscheinlich daran, dass wir auch eine freie Trauung hatten und man die Standesamtlichen Trauungen zu 50% und mehr völlig vergessen kann. 🙂

Während der Zeremonie also, ging es mir plötzlich durch den Kopf: „Hey, dass ist wirklich sein Ernst, die machen das jetzt“. Und gleichzeitig empfand ich eine tiefe Ruhe und das überragende Gefühl, dass mein kleiner Bruder genau das Richtige tat. Nicht das er das noch nie getan hat. Immerhin gab es schon einige Situationen in denen er weitreichende Entscheidungen getroffen hat (mit vorrangig positiven Ergebnis).

Aber gerade diese „lebenslängliche“ Geschichte mit dem Heiraten ist ja doch noch mal eine ganz andere Liga. Immerhin betrifft diese Entscheidung ja nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das des Partners oder der Partnerin. Ich habe lange versucht mich daran zu erinnern, wann diese Erkenntnis, dass das richtig für mich ist bei mir ins Bewußtsein kam. Schlussendlich muss ich sagen, eigentlich erst, als meine Frau im weißen Kleid durch die Tür der Kapelle kam. Ich kann mir vorstellen, dass es Torsten genauso ging, als seine Frau die Treppen des Jagdschlosses herunterstieg im Arm ihres Vaters. Das fand ich wirklich richtig schön. Zu mal die Location und das Wetter einfach perfekt waren.

Es gab ja im Vorfeld diverse Aufregungen, was die Planung und Umsetzung der Hochzeit betraf, die wir immer nur am Rande mitbekommen haben. Was aber letztendlich zählt ist der eine Tag, an dem dann alles klappt und ineinander greift. Und genauso war es, wir wurden Zeugen eines wunderschönen Tages und hoffen natürlich, dass auch das Brautpaar das so empfunden hat. Das ist nämlich das Wichtigste, das ist ja schließlich Ihr Tag 😉

Ein großes Dankeschön möchte ich hier mal an das Team des Jagdschloß in Halberstadt loswerden. Das Essen war super, die Bedienung mehr als „auf zack“ (man war quasi nie ohne Getränk) und die Location als solches ist mit dem bombastischen Blick auf Halberstadt natürlich einfach nicht zu toppen. Das kann ich hier auch uneingeschränkt als Ausflugsziel empfehlen und hoffe, dass es in der Halberstadt App auch irgendwie erwähnt ist 😉

Soo… mal überlegen…. hab ich noch was vergessen?   Ach ja… natürlich auch hier an dieser Stelle alles Gute dem Brautpaar! 🙂

Und da es hier ja um mein Leben und damit auch um Timo geht, hier noch schnell ein paar Worte dazu: Also, mit Kind einer ernsthaften Veranstaltung beizuwohnen ist wohl für die meisten Eltern die größte Herausforderung (außer für solche, denen eh alles egal ist). So oft konnten wir das auf jeden Fall noch nicht testen, immerhin ist Timo ja erst 18 Monate auf der Welt und nicht jedes Wochenende wir geheiratet 😉
Wir hatten also genug Spielzeug und auch Bücher dabei. Was ich blöderweise nicht bedacht habe ist, dass Timo ja mittlerweile sehr gern spricht. Ich hab also als er etwas „unruhiger“ wurde, gedacht, ok nimmst ihn auf den Schoß und schaust ein Buch an. Dummerweise war es ein Buch über ’nen Bauernhof und Timo’s erster Blick fällt auf den Esel, den er dann auch stolz und leider nicht wirklich leise mit „Ihhh, Ahhh“ betitelt. Zu meiner kleinen Verzweifelung, hat er das aber nicht nur einmal gesagt, sondern mehrfach wiederholt (wahrscheinlich war er einfach stolz, dass er das kann). Und was soll ich sagen, such mal unter Druck in einem Bauernhofbuch nach einem zu einer Hochzeit passenden Tier. Richtig, da findest Du nix 😉

Alles in allem hat  sich Timo aber ganz gut benommen und auch gut durchgehalten. Hier noch schnell ein Bild, und dann mach ich mich ins Bett, den Schlaf nachholen, morgen geht’s ja wieder in den Kindergarten… Also Timo, nicht ich 😉

Hatte ich schon danke gesagt, dass wir an Eurem Tag dabei sein durften? Ja? Naja dann trotzdem noch mal: Danke Familie D. aus A. 😉

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