Jaja, das war ein Wochenende… Man fragt sich bestimmt, warum ich an ’nem Dienstag über das Wochenende philosophiere. Nun ja, ist schnell erklärt: gestern war ich einfach zu platt um mich noch mal aufzuraffen und einen Blogpost zu schreiben.

Also hole ich das jetzt mal nach. Viele wissen es vielleicht, wir waren letztes Wochenende in Bayern. Und als wäre das nicht schlimm genug, wir waren auch noch auf einer bayrischen Hochzeit während des Champions League Finalspiels 🙂

Klingt schlimmer als es tatsächlich war. Familie S. aus N. machte sich also am Donnerstag mit dem Taxi in Richtung Bahnhof auf, um dort in die hiesige Regionalbahn nach Düsseldorf zu steigen. Das klappte noch recht gut, allerdings wurde unser naiver Optimismus, mit dem wir dem Bahnabenteuer gegenüberstanden, doch recht schnell relativiert. Auf Grund eines Notarzteinsatzes am Gleis hatte unser Anschlußzug in Richtung München 30 Minuten Verspätung. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, dass ich glaube, dass „Notarzteinsatz am Gleis“ eigentlich heißt: „Da hat sich einer vor ’nen Zug geschmissen“. Wenn das stimmen sollte, kann ich doch nur dringend an alle Nachmacher appellieren: Nehmt besser Tabletten in einem ruhigen Zimmer, dann geht Ihr mit dem armseligen Entschluß, Eurem Leben ein Ende zu setzen, wenigstens niemandem mehr auf den Wecker. Ist ja nicht so, dass die Bahn ohne solche Zwischenfälle komplett pünktlich wäre 🙂

Uns hat die Verspätung allerdings nicht sehr gestört, da der Zug von D’dorf nach Minga komplett durchfährt. Oder besser gesagt „durchballert“. Auf manchen Teilstrecken hat man mehr mit dem Druckausgleich in den Ohren zu tun, als in einem Passagierflugzeug.

Wir hatten aber ein Kleinkindabteil und zu unserem Glück sogar für uns allein. Zu dritt hat man da ordentlich Platz und es fährt sich wirklich entspannt von A nach B, wie Timo hier eindrucksvoll unter Beweis stellt:

In München dann angekommen, haben wir unseren Mietwagen übernommen. Die Dame am Tresen meinte sogar noch großzügig: „Sie bekommen die nächstgrößere Klasse zum selben Preis“. Das drückte sich so aus, dass wir einen Audi A3 statt irgendwas in der Golfklasse bekommen haben. Nun ja, ich wäre wohl mit ’nem Golf glücklicher gewesen, denn der Kofferraum im A3 ist doch relativ klein, wir haben mit Mühe und Not unsere 2 großen Koffer hinein bekommen. Vielleicht sind wir aber auch ein wenig „Kombi“-verwöhnt 🙂
Fahrtechnisch kann ich nichts schlechtes gegen den Audi sagen. Der Durchzug war ordentlich und auch der Verbrauch, war Dank der „Start/Stop-Automatik“ echt ok für einen Benziner (schön dass ich in der Reservierung als Wunsch sowohl Diesel, als auch Automatik angegeben hatte, naja wünschen kann man sich ja Vieles :)). 
Von dort aus ging es dann zu „Onkel T.“ und „Tante N.“, die jetzt in Wasserburg am Inn wohnen. Läßt sich von München ganz gut erreichen und ist ein wirklich beschauliches Städtchen. Am ersten Tag haben wir gefühlt 2 Stunden am Inn gestanden und 4 Erwachsene haben dem Kind Steine gebracht, die es dann höchstprofessionell in der graugrünen Brühe versenkt hat 😀
Am zweiten Tag sind wir dann in den Wildpark Oberreith gefahren. Das hat uns dermaßen gut gefallen, dass wir beschlossen haben, wenn wir in der Nähe sind, dann auch mit Timo dort immer wieder hinzufahren. Es gab dort nicht nur die „üblichen“ Tiere zum streicheln und füttern, sondern auch Rutschen, Trampolin, Kletterpark, Riesensandkasten und viele andere Sachen mehr. Wir waren regelrecht „geflasht“, was die Auswahl an Möglichkeiten anbetraf. Und auch die Details, an die bei der Errichtung des Parks gedacht wurde, haben uns ins Schwärmen gebracht. Am Anfang des Parks zum Beispiel ist ein riesiger Sandkasten, der zum einen mit einem richtig großen Sonnensegel überdacht war, und in dem es auch einen Wasserhahn gab, mit dem man herrliche Kleckerburgen und Gräben bauen konnte. Klare Empfehlung an alle Eltern mit Kind, die dort in der Nähe sind. Auf jeden Fall mal anschauen!
Am Samstag ging es dann nach Vilshofen zur Hochzeit. Timo war von der Kirche total fasziniert und hat immer geschaut, wo denn die Musik herkommt:
Bei strahlend schönem Sonnenschein und deutlich mehr als 20 Grad haben wir auch das anschließende Fest genossen. An der Donau konnte Timo mit seinem Onkel S. noch mal schön Laufrad fahren. Und weil ich dabei war, ist mir nicht entgangen, dass er mittlerweile während der Fahrt beide Beine hoch nimmt und das Gleichgewicht hält. Das hat mich ordentlich beeindruckt. Immerhin fährt er ja, wenn man es hochrechnet, gerade mal 3 Wochen mit dem Teil. Man merkt immer deutlicher, wie schnell er groß wird. Am Sonntag sind wir dann ohne Wecker (wer braucht mit Kind in diesem Alter bitte ’nen Wecker??!?) pünktlich aufgewacht und rechtzeitig Richtung München losgefahren. Nachdem wir den Mietwagen zurückgegeben haben, und noch 2 Stunden bis zur Zugfahrt waren, haben Timo und ich den von Chelsea und Bayern-Fans gefluteten Bahnhof erkundet. Wir haben uns Züge angeschaut, und sämtliche Fahrzeuge, die so auf den Bahnsteigen rumgeistern. Ich glaub er fand’s toll. 
Leider hatten wir  auf der Rückfahrt nicht das Glück mit dem Kleinkindabteil. Im Gegenteil, die Bahn hat mir doch tatsächlich 2 nebeneinander liegende Sitze und einen Fensterplatz reserviert. Naja wir haben es ja überstanden und rückblickend war auch das nicht so schlimm, weil wir die gesamte Strecke wenigstens in dem Wagen mit funktionierender Klimaanlage sitzen durften. 🙂

1 comment on “Langes Wochenende sinnvoll genutzt”

  1. Maracaya Antworten

    > und 4 Erwachsene haben dem Kind Steine gebracht, die es dann höchstprofessionell in der graugrünen Brühe versenkt hat 😀 *chichichi* … an manchen Stellen sind die doch irgendwie wirklich alle gleich, die Minis 🙂

Deine Meinung interessiert mich:

%d Bloggern gefällt das: