… und die viel zu lang sind für 140 Zeichen in Twitter. Deshalb hier mal die „Langversion“:

Wir waren gestern auf einer Infoveranstaltung zum Thema KiTa-Umzug. Wie einige von Euch wissen, baut mein Arbeitgeber ja einen neuen Bürokomplex in dem dann auch eine KiTa integriert sein wird. Gestern wurden wir als Eltern darüber informiert, wie der aktuelle Stand ist, die Planung für die einzelnen Umzüge der Gruppen und so weiter. Die Leute des KiTa-Trägers haben das ganz nett gemacht, mit Moderator, der durch die Veranstaltung führte und einem übersichtlichen 4-Punkte-Programm.

Der Kurzüberblick über die Themen, gab eine erste Orientierung und für alle war eigentlich klar, wann welches Thema besprochen wird. Es fing dann mit dem ersten Block an und nach diesem wurde dann vom Moderator in die Runde gefragt, ob es noch Fragen dazu gäbe. Und erschreckenderweise (und das nicht nur, weil es eigentlich keine Fragen geben sollte und dieser Block vom Informationsgehalt mehr als ausreichend war), kam die erste Frage, die da lautete: „Wird es denn an dem neuen Gebäude genügend Parkplätze geben?“

Schlimm genug, dass der erste Gedanke bei einer neuen KiTa die Parkplätze sind, noch schlimmer jedoch, dass der Moderator explizit vor nicht ganz 15 Minuten angekündigt hat, dass diese Frage im letzten der 4 Blöcke behandelt werden wird.

Dann ging es weiter, die Betreuerinnen gaben einen Überblick, wie der Umzug von statten gehen soll. Also, 16 Uhr eintreffen der Eltern. Dann gemeinsames packen der letzten Sachen und das „Umziehen“ als solches. Die Idee war, dass die Eltern dann mit den Kindern zusammen den neuen Gruppenraum entdecken. Da dies dann alles ziemlich nah an die Abendbrotzeit kommen würde, haben sich die Betreuerinnen überlegt, dass man ja gemeinsam ein Abendessen einnehmen könnte. Dies würde dann, als erste Idee in Form einer Suppe geschehen können.
Alles in allem eine gute Idee, und echt nett, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Betreuerinnen sowas ganz allein auf die Beine stellen.
Um so schockierender die erste Bemerkung, bei der obligatorischen Fragerunde: „Wird bei der Suppe auch an Vegetarier gedacht?“
Solch eine Dreistigkeit zu besitzen war für Tini und mich einfach unfassbar. Wenn man abweichende Essgewohnheiten hat, sollte man doch nicht noch anderen, die es wirklich gut meinen und sich Mühe geben, auf den Sack damit gehen. Also wirklich! In was für einer Gesellschaft leben wir hier eigentlich,  wo jeder meint, wenn jemand etwas freiwillig zur Verfügung stellt, dann auch noch Ansprüche dazu äußern zu können. Manche Leute haben echt den Schuß nicht gehört.

Naja Abends dann zu Hause, in unserer kleinen Idylle, bin ich dann mit Timo in die Badewanne. Wir haben es uns gemütlich gemacht, mit Knicklichtern (ein echt guter Tipp) und mit Badewannenfarbe. Als hätte ich es geahnt, hat Timo sich als Farbe rot und grün gewünscht. Leute mit ein wenig Kunstkenntnissen oder Malerwissen, ahnen schon, dass dabei ein lustiges Braun gemischt wird. 🙂

Wir sitzen also in der Wanne und planschen so vor uns hin, als mir mein Sohn ganz leise mitteilt: „Papa ich habe Kacka gemacht…“

Kurze Stille, die dadurch entsteht, dass ich diese Information ersteinmal vernünftig verarbeiten muss.

Dann panische Schreie nach der besten Ehefrau der Welt, die uns doch bitte mal im Expresstempo die Handtücher reichen soll. Danach das „Einsammeln“ und entsorgen der „Bescherung“. Oh man solchen Stress zum Tagesende hin, hatte ich mir dann doch nicht vorgestellt. Es fühlte sich ein wenig so an, wir das hier:

Deine Meinung interessiert mich:

%d Bloggern gefällt das: