Unser Kind macht uns gerade völlig fertig. Wir bringen ihn ja Abends immer mit denselben Ritualen ins Bett, aber irgendwie hat sich für ihn das wiederholte Aufstehen als Ritual am besten durchgesetzt.

Da Tini schwangerschaftsbedingt nicht so lange auf Timo’s Bettkante sitzen kann, und mir das auf Grund von Ungelenkigkeit auch nicht gerade leicht fällt, halten wir uns natürlich nur für die Zeit der Güte Nacht Geschichte in seinem Zimmer auf. Die Neueste Masche ist, dass Timo rumjammert, er wäre ganz allein, wenn wir rausgehen. Der erste elterliche Gedanke ist natürlich: oh man, das arme Kind, es fühlt sich alleingelassen. Als wir jedoch neulich hörten, wie unser Kind sang:“alleine, aaaaallleiiiiine.“, stand für uns fest, dass das wohl doch eher eine Masche ist.

Und dann kommt er Nachts auch 3 bis 4 Mal angekleckert und will im „großen“ Bett schlafen. Daran sind wir wahrscheinlich nicht ganz unschuldig, haben wir das doch bis vor Kurzem auch noch zugelassen. Wenn man jedoch um halb fünf morgens ein fünfzehn Kilo schweres, wie am Spieß schreiendes Kind zurück ins Bett tragen muss, dann ist der Kreislauf erstmal so in Schwung, dass man auch ohne großes Kopfrechnen zu dem Schluss kommt, dass es mit dem Schlafen bis zum Weckerklingeln um sechs nichts mehr wird. Damit verkürzt sich die Gesamtschlafzeit von fünf auf unter vier Stunden, was auf Dauer einfach ungesund sein muss.
Ich klammere mich allerdings an zwei Hoffnungen, die eine ist die Tatsache, dass Timo’s Hochbett demnächst kommt und die meisten anderen Kinder mit der Lieferung des Hochbetts zum Durchschläfer wurden. Die Zweite ist, dass nach Tini’s Meinung es nur maximal drei Wochen erfordert, dass Kind zum Durchschlafen zu erziehen.
Es ist wohl eigentlich nicht nötig zu erklären, dass Timo heute morgen der Einzige mit super guter Laune war.

Tagsüber wird es mittlerweile auch anstrengend, da seit Silvester, das Wörtchen „warum“ zaghaft in Timo’s Wortschatz Einzug gehalten hat. Hat er bis vor kurzem noch sämtliche anderen Fragewörter benutzt, steigert er jetzt scheinbar täglich den Einsatz des neuen Fragewortes.

Es ist aber natürlich nicht alles blöd zur Zeit. Im Gegenteil, er kam jetzt des Öfteren zu mir und nahm mich in den Arm, um mir dann ein „Hab Dich lieb“ ins Ohr zu flüstern <3 Und er kann mittlerweile zwei Witze erzählen. Das wird noch richtig lustig, denke ich. 🙂

3 comments on “Von unruhigen Nächten und nervigen Tagen”

  1. Nadine Antworten

    Das haben wir auch durch. Hab es drauf geschoben, dass er spürt, dass Veränderung ansteht. Und der „Alleine“ Ruf könnte genau darauf hindeuten. Er hat keine Ahnung, was ihn erwartet.
    Wie gehts ihm mit der Aussicht aufs Baby so?

  2. Tini Antworten

    Timo freut sich auf sein Brüderchen, es soll immer jetzt schon kommen. Allerdings darf u kann der kleine dann nichts „kann nicht essen, Zähne putzen, rutschen, oder darf nicht mit Autos spielen…“. Er war aber schon immer ein sehr schlechter Schläfer, deshalb würde ich es nicht darauf schieben. Nur bin ich sonst meist aufgestanden u hab ihn zurückgebracht u nun macht es mattes eben auch mal. Und naja, ich sag mal so, der geborene Frühaufsteher ist mattes auch nicht gerade 😉

  3. Mattes Antworten

    Hey, hey. So ist das ja nun auch nicht. Früher haben wir ihn einfach in unser Bett gelassen und ich habe „auswärts“ geschlafen. Das ist ’ne ganz andere Geschichte, als mitten in der Nacht noch mal ein kleines „Krafttraining“ einzulegen. 😛

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