Ja ich weiß, es ist schon Mittwoch. Aber wir sind ja gestern erst wieder zurückgekommen und heute hab ich endlich mal ein wenig Zeit zu schreiben (Elternzeit, fragt nicht!) 😉

Wie Einige von Euch wissen, waren wir am Wochenende am Bodensee, zum „Sommerschrottwichteln“. Die Idee dahinter ist: das normale Schrottwichteln vor Weihnachten einfach in eine  Zeit zu transferieren, in der man im Allgemeinen deutlich entspannter ist, als in der Vorweihnachtszeit. Da wir „alten Hasen“ nun aber in ganz Deutschland verstreut sind, kam zusätzlich noch die Idee auf, sich doch jedes Jahr bei jemand anderem zu treffen. Beide Ideen klangen sehr gut und die Umsetzung war noch besser. 🙂

Es hat einfach Spaß gemacht, mit Freunden aus „alten Zeiten“ wieder etwas mehr Zeit zu verbringen. Hatten wir doch damals echt viel miteinander zu tun und sahen uns fast täglich, wurde dies immer weniger mit der räumlichen Distanz die mehr und mehr zwischen uns gelangte. „Mal eben vorbeifahren“ wird ab einer einfachen Stecke von mehr als 400km einfach zur kleinen Weltreise, besonders, wenn man ja jetzt auch noch 2 Kinder im Gepäck hat. Irgendwie wird man mit Kindern ja doch um Einiges mehr in der Mobilität eingeschränkt, als man sich tatsächlich eingestehen will.

Umso schöner war es, dass auch die anderen ihre Kinder mitbrachten, weiß man doch, dass Eltern im Rudel einfach deutlich entspannter sind 😉
Ist ja auch irgendwie logisch: die Kinder spielen (im Optimalfall sogar miteinander) und die Eltern können sich in Ruhe den „Ist das bei Euch auch immer so“-Gesprächen hingeben, was zur Folge hat, dass der uralte Spruch: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ seine volle Wirkung entfalten kann.

So, aber zurück zu unserem Ausflug. Die Bodenseeregion ist echt schön. Ok, wohnen wollte ich nicht unbedingt dort, ist mir zu ländlich, aber Urlaub dort verbringen macht echt Spaß. Auch für Kinder gibt es reichlich Freizeitangebote. Wir haben derer 3 genutzt:

1. Der Affenberg in Salem

Ja, richtig gelesen. Ein ganzer Berg voll mit Affen. Naja voll nicht so richtig, aber eingezäunt und „fütterbar“. Man bekommt am Eingang eine Handvoll Popcorn und darf dieses dann an die freilaufenden Affen verfüttern. Ein riesen Spaß für groß und klein. Ein klein wenig Mut muss man wohl mitbringen, wenn man die entsetzen Gespräche unserer weiblichen Mitreisenden richtig deutet. Aber Kinder im Allgemeinen haben ja quasi vor gar nichts Angst, schon gar nicht, wenn es kleiner ist als sie selbst. 🙂

So sieht das dann aus:

Affenberg

 

2. Reutemühle in Überlingen

Hierbei handelt es sich um einen Bauernhof, der, so wie es sich für mich dargestellt hat, immer weiter gewachsen ist, und auf dem sich nun eigentlich alle möglichen Tiere aufhalten, die 2 oder 4 Beine haben und irgendwie in einen Stall passen 😉
Erst war ich ja etwas irritiert, ob des relativ hohen Eintrittspreises, allerdings muss ich im Nachhinein sagen, dass dieser wirklich gerechtfertigt war. Allein die Vielfalt der Tierarten steck locker kleinere Zoos in die Tasche. Von Ziegen, über Kaninchen bis hin zu Äffchen und Stachelschweinen, war eigentlich alles da, was Kinder gut „anschauen“ und natürlich füttern können. Das große Areal wird immer wieder durch kleinere Spielgeräte für Kinder „unterbrochen“, so dass diesen auch bei längeren Strecken nicht langweilig wird. Eine Station war mit „Musikinstrumenten“ ausgestattet. Unser Großer hat sich direkt mal die zwei „Klöppel“ geschnappt und wie wild auf dem provisorischen Xylophon rumgehämmert und sichtlich Spaß dabei:

Xylophon

 

 

 

 

 

 

 

3. Sealife in Konstanz:

Das Sealife hatten wir schon lange mal auf dem Plan. Es gibt ja auch eins in unserer Nähe in Oberhausen, aber vom Wetterbericht eingeschüchtert hatten wir uns entschlossen, das Sealife in Konstanz zu besuchen, damit wir ein paar Stunden des Regentages rumkriegen. Und damit sind wir schon fast beim Fazit: wir waren nach einer Stunde „durch“ und ich hatte irgendwie den faden Beigeschmack, dass man für das viele Eintrittsgeld doch wohl ein bißchen mehr erwarten könnte. Grundsätzlich war das alles schön aufgebaut und auch mit dem Kinderwagen halbwegs befahrbar, allerdings für 24€ Eintritt für 2 Erwachsene sollte die Unterhaltung doch bitte etwas länger als nur eine Stunde dauern. Ich redete mir einfach den Rest des Tages ein, dass wir viele von den wirklich tollen Hilfsmaßnahmen von Sealife mit unserem Besuch unterstützen, das half dann etwas 😉

Glück hatten wir trotzdem, das Wetter hielt und es regnete nicht. Wir haben uns dann in Ruhe Konstanz angeschaut, was nebenbei bemerkt eine wirklich schöne Stadt ist, und in der wir ein wenig den Düsseldorfer Schickimicki-Hype wieder erkannt haben 😉

Hin und zurück sind wir übrigens mit dem Schiff gefahren, ein wahres Highlight für unseren Großen. Der löcherte mich mit immer wieder denselben Fragen, aber es ist auch verdammt schwierig dem Kind so einfach aber einleuchtend zu erklären, dass Schiffsschrauben nun mal unter Wasser sein müssen und deshalb nicht zu sehen sind 😉

Die Rückfahrt ins Rheinland war dann irgendwie 50km länger als am Startpunkt vom Navi berechnet, aber dafür standen wir auch fast nie im Stau und waren immer auf der Autobahn. 🙂

 

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