Wow, hier muss ich mal den Staub wegpusten *hust*….

 

Ewig lang nichts mehr geschrieben…

 

Aber dass ist ja das Schöne am eigenen Blog. Man schreibt, wenn man mal Bock drauf hat. 😀

Und Zeit…

Und Ideen…

War in letzter Zeit alles Mangelware, aber nun ja, so ist das nun mal, mit 2 Kindern. Seit Mitte September sind jetzt beide im Kindergarten bzw. Kita. Die Auswirkungen spüren wir derzeit schon ziemlich krass. Den Großen muss man an derart kurzer Leine halten, damit er nicht völlig überschnappt und der Kleine raubt uns jede Nacht noch einige Stunden an Schlaf.

Mit 1 1/2 Jahren hätte man ja auch mal erwarten können, dass das besser wird, weil schon die meisten Zähne da sind (von den fiesen Teilen fehlen aber auch immer noch welche), aber nö… unser Kind hat abwechseln Krupp-Anfälle und Schnupfen. Wenn das so weitergeht, altere ich in den nächsten Jahren direkt 3x so schnell, wie eigentlich üblich. Aber man macht es ja auch „gerne“. Zumindest wollen einem alle Ratgeber und andere Eltern so eintrichtern. Fakt ist, ich bin in den letzten Wochen aufgrund von Schlafmangel derart ans Limit gekommen, dass ich mich fast selbst nicht wieder erkannt habe.

Das ist dann total motivierend, wenn man sich im Job nicht konzentrieren kann, weil man sich zusammenreißen muss um nicht im Büro laut los zu schnarchen, und dann die Kids abholt, die dann nur noch so um sich brüllen, weil sie genauso geschafft sind. Man darf ja nicht vergessen, dass so ein Kindergartenbesuch mit einem Arbeitstag eines Erwachsenen gleichzusetzen ist. Einer der Gründe, warum ich versuche Beide Kinder spätestens um 16 Uhr abzuholen (was wohlgemerkt relativ sportlich ist).

Sich dann Abends noch mal hinzusetzen und zu arbeiten, verlangt einem dann wirklich das letzte Bisschen Energie ab. Zum Glück ist mein Arbeitgeber bei der Gestaltung der Zeiten, zu denen ich arbeiten soll, sehr flexibel. Das erleichtert doch so Einiges.

Erzieherisch haben wir jetzt in letzter Zeit drauf geachtet, dass wir Timo kein Spielzeug so zwischendurch kaufen. Das Krasse an der Sache ist, dass ihm das aufgefallen ist, ohne dass wir was gesagt hätten. Er wird zunehmend unzufriedener und hat mir heute zum Beispiel gesagt: „Papa, Ihr macht mir gar keine Freude mehr! Ihr kauft gar kein Spielzeug für mich“

Die Diskussion hatten wir in den letzten Tagen schon öfter, und ich bring dann die üblichen Geschichten, von den armen Kindern, die nur ein einziges Spielzeug haben, einen Teddy, und den nicht mal neu. Meistens wird er dann halbwegs einsichtig, aber seine Undankbarkeit und Verlangen nach immer mehr, gehen mir schon gehörig auf den Wecker. Ein richtiges „Heilmittel“ dagegen ist uns da noch nicht über den Weg gelaufen. Offensichtlich haben wir mit der Wertvorstellung etwas geschlampt.

Auf der anderen Seite ist es super spannend, was für Themen ihn so interessieren: zum Beispiel hat er mich heute gefragt, ob man denn auch jemanden grüßen kann, ohne zu Winken. Also so, dass man nur die Hand hochhält.
Da hab ich ihm erklärt, dass das grundsätzlich ja ok ist, nur dass man in Deutschland aufpassen muss, dass man niemandem mit gestrecktem rechten Arm grüßt. Das hat uns dann direkt zu den Nazis gebracht (die er übrigens jetzt total doof findet :-)) und zum Thema Krieg, dieser führt dann übers Sterben zu seinem Wackelzahn (ja krasse Themensprünge, dafür war ich als Kind glaub ich auch bekannt ;-)).

Und bei Mika bin ich jeden Tag auf’s Neue überrascht, wieviel er schon verseht. Er kann halt nur noch nicht „zurück kommunizieren“. Der Rückkanal ist bei der Kommunikation gestört, wie wir Techniker sagen. Auf jeden Fall werden wir mit ihm noch richtig Spaß haben, wenn ich mir seine Willenskraft heute schon anschaue…

Fazit der letzten Wochen und Monate: Wenig Schlaf, viel Gebrüll und ein Mattes, der energietechnisch wirklich auf dem Zahnfleisch geht. 😉

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