… sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Vor allem, wenn einem so extrem der Schlaf fehlt. Ich wurde mittlerweile von meinem internen Kontrollgremium angezählt, dass ich doch in letzter Zeit ziemlich negativ über das Papa sein schreibe. Und in der Tat, beim durchlesen alter Blogartikel fand ich mich damals wirklich lustiger. Sogar der Schreibstil hatte irgendwie was lustiges.

Nun ja, um mal eines vorweg zu nehmen: Es ist ja auch bei weitem nicht alles schlecht. So genieße ich die Fahrten zur Kita mit Mika (weil es sich reimt, nein wirklich), wenn er vor sich hinbrabbelt. Und wenn man ein wenig Mikanesisch kann, erkennt man auch die Worte, die er meint. Ok, manchmal ist es auch wirklich schwierig ihn zu verstehen. Da denkt man ca. 10 km lang, das er immer „Anna“ sagt (weil es ja in seiner Gruppe eine Anna gibt), und dann stellt sich doch heraus, dass sich unser Sonnenschein gemerkt hat, dass es im Auto doch mal Kekse gab und er eigentlich sagte: „Noch ahner“ (so richtig Halberstädter Slang halt, wobei ich echt nicht weiß, wo er den her haben soll) 🙂
Auf jeden Fall erinnert mich das voll an die Autofahrten mit Timo, als er sprechen gelernt hat und ich ertappe mich total oft dabei, dass mir auffällt wie schnell man sowas vergisst. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Timo damals weiter war, aber ich glaube, die beiden sind von der Entwicklung her sehr nah beieinander, was die Termine angeht.

Mit Timo haben wir auch hin- und wieder zu kämpfen, aber da geht es eher um Dinge wie Fernsehkonsum in Grenzen zu halten (wobei ich der Meinung bin, dass er echt wenig schaut, wenn man das mal mit anderen Kindern vergleicht), oder mal Klamotten, die nicht cool genug sind (ja, das bei einem Jungen und in dem Alter, ich bin begeistert, wenn ich dran denke wo das noch hinführen wird). 😀
Grundsätzlich merkt man aber, wie „groß“ er doch schon ist. Dabei vergisst man oft auch mal, dass er ja echt erst 4 1/2  ist. Auf jeden Fall aber vergöttert er seinen Bruder. Und das so, dass wir ihn oft bremsen müssen, weil er einfach zu stürmisch ist. Das tut einem dann leid, wenn man ihn ausschimpfen muss, obwohl er ja eigentlich nur die Nähe seines kleinen Bruders gesucht hat. Aber wenn er an Mikas Armen zieht und schüttelt, dass man denkt: „Ok, dass war’s mit dem Ellenbogengelenk“, dann muss man als Eltern halt auf die Bremse treten.

Mit Timo Streiche spielen macht auch immer mehr Spaß. Er hat das schon ziemlich gut verinnerlicht, wie man das anstellt. Bestes Opfer in der Familie ist dann natürlich die Mama, weil die sich immer so schön empört 🙂
Und das schöne ist, wenn Mika das mit anschauen kann, braucht man den Streich wirklich nur einmal erklären, weil er direkt beim ersten Mal Zuschauen schon lernt und „abspeichert“. Voll krass das menschliche Gehirn in diesem Alter 😉

Zum Fotografieren komme ich auch nicht öfter, aber ich versuche, wenn ich denn schon Bilder mache, dann auch „Vernünftige“ zu schießen. Hier habe ich Timo gesagt, er soll mal so böse schauen, wie er kann:

IMG_5488

Hat er auf den ersten Blick schon ganz gut drauf. Wenn man aber mal genau hinschaut, dann sieht man, dass er ein kleines Lächeln mit aller Kraft zu unterdrücken versucht, und ihm das nur leidlich gelingen will 😀

Das tolle an Kinder ist ja, dass man richtig gute Fotomodelle um sich herum hat (wenn man ihnen erstmal klar gemacht hat, auf welcher Seite der Kamera man sie erwartet):

Mika

Mika’s Augen finde ich schon ziemlich krass. Ich weiß nicht, wie lange die Farbe noch so bleibt, aber ich denke ich sollte unbedingt noch mal ein paar Makros davon machen (wenn er denn mal mit offenen Augen stillhält, also eigentlich nie). Grundsätzlich füllt Mika als Zweitgeborener noch mehr aus, manchmal sprengt das sogar den Rahmen:

IMG_5384

Deine Meinung interessiert mich:

%d Bloggern gefällt das: