Heute war ich mit Timo im Theater. Wir haben ein Ticket, mit dem wir alle 4 Wochen in eine Kindervorstellung gehen können. Die Karten sind sehr begehrt und immer innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Dieses Jahr hatten wir also echt Glück gehabt.

Das Stück hieß „Das Bärenwunder“ und war ein Puppentheater. Das klingt irgendwie altbacken und hatte wirklich nichts mit dem Kasper und Krokodil zu tun, wie ich es erwartet hatte.

Im Gegenteil, die Puppen waren niedlich gemacht und die Darstellerin war aktiv in die Handlung eingebunden und somit auch des Öfteren zu sehen.

Die Handlung grob zusammengefasst war folgende:

Ein Bär wacht irgendwann mal auf und ist drei Jahre alt, ein Alter in dem Bären selber Kinder bekommen können, wie wir vorher gelernt haben.

Der Bär ist also allein und sehnt sich nach seiner Mama. Da er aber schon groß ist, ist diese nicht mehr da. Die Darstellerin rät ihm dann, das er doch selbst Bärenkinder haben kann.
Die Idee findet er toll, denn so hat er etwas Kleines mit dem er immer spielen kann.
Er stellt sich dann die Frage, woher er denn ein Bärenkind bekommt und damit beginnt eine abenteuerliche Reise. Als erstes bekommt er von einer Hasenmama den Tipp, dass kleine Babys doch im Boden wachsen und oben nur die Ohren rausschauen. Das der Bär damit veräppelt wird und die Hasenmama nur wollte, dass der Bär ihr eine große Möhre aus der Erde zieht, wird ihm erst später klar.
Danach freundet er sich mit ein paar Vogelküken an, die ihm raten ein Nest zu bauen und ein Ei zu legen.
Das er beim kräftig Drücken in das Nest kackt, lässt natürlich alle Kinder losprusten.
In der Zwischenzeit ist die Vogelmama zurück gekehrt und hat das Nest evakuiert, weil es nicht mehr sicher sei, wenn da ein Bär auf den Baum geklettert ist.

Der Bär freundet sich mit einer Maus an, die er aber beim Spielen fast verletzt, so dass diese sagt er soll sich selber Bärenkinder suchen. Auf die Frage woher denn kommt die klassische Antwort:“Der Klapperstorch bringt die!“.

Es folgt ein Exkurs zum See mit absehbarem Ergebnis, denn der Storch bringt nun mal keine Kinder.

Irgendwann trifft er eine Bärendame und die beiden haben dann Nachwuchs und das Stück ist zu Ende.

Auch als Erwachsener war es echt spannend, weil man immer überlegt hat, wie denn die Frage woher Bärenbabys kommen endgültig beantwortet werden wird. Ich hatte die ganze Zeit die Befürchtung, dass das Stück eine Steilvorlage für ein Gespräch werden könnte, was wir definitiv mit den Jungs mal führen müssen, aber was aus meiner Sicht, gern erst in ein paar Jahren stattfinden muss 😉

Aber alles ging gut, die Auflösung war unspektakulär und unscharf, so dass Timo eigentlich keine Fragen hatte. Vielleicht hat er das Ende auch nicht richtig geblickt, dass weiß ich nicht. 😀

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