Hat sich ja Einiges getan seit dem letzten Wochenrückblick. Durch den Unfall von Tini war ich ja auch im Urlaub ziemlich im Stress. Trotzdem war es schön. Ich fühlte mich erholt (zumindest die ersten zwei Tage nach unserer Rückkehr ;-)) und ich war echt positiv überrascht wie gut das doch alles geklappt hat.

Auch wenn es vielleicht von außen immer etwas gehetzt oder gestresst aussieht, in ruhigen Momenten (also wenn die Kids endlich schlafen), wenn ich den Tag oder die Woche rekapituliere, dann denke ich immer: „Krass, eigentlich haben wir voll die lieben Kinder!“ und dann vergesse ich wie sehr uns die beiden Rabauken manchmal auf Trab halten. Was für einen unfassbar unumstößlichen Dickkopf sie doch haben können. Aber das kennt Ihr sicher alle (oder werdet es irgendwann auch mal erleben). Wenn man zu 50% der Zeit Herr seiner Gefühle ist, wenn die Kinder gefühlt „austicken“ (ja ich weiß, das ist nur ihr starker Wille), dann denke ich, ist man schon gut. Bei mir ist das gefühlt deutlich weniger. Eigentlich total blöd, aber insgeheim rede ich mir immer ein, dass dieser strenge Ton auch dazu geführt hat, dass die Kinder so sind, wie sie sind.

Ich habe neulich einen Beitrag über die Erziehungsmethoden von Jesper Juul gelesen. Den fand ich echt interessant. Der sagt nämlich, dass wir den Kindern auf Augenhöhe begegnen, aber auch unseren eigenen Standpunkt klar machen sollen. Und das Kinder auch Grenzen brauchen.  Ich vergleiche das immer mit Hundeerziehung (jetzt gehen bestimmt einige auf die Barrikaden), da hilft es dem Hund auch nicht, wenn man keine klare Linie verfolgt, dann denkt der Hund nämlich irgendwann er wäre das Alphatier und tanzt einem auf der Nase rum. Genauso ist das meiner Meinung nach auch bei Kindern.

Ich merke das immer, leider erst hinterher. Wenn Timo zum Beispiel in Tränen ausbricht, weil wir ihm sagen, er darf morgens vorm Kindergarten nicht fernsehen. Als wir die Regel aufgestellt hatten und das „durchgezogen“ haben, war alles ok. Aber wehe wir haben es einmal zugelassen… Dann ist völliges Unverständnis bei Timo da, warum er denn nicht mehr schauen darf und er geht buchstäblich die Wände hoch.

Ist ja eigentlich auch klar, wenn uns Erwachsenen sowas passieren würde, dann hieße das Willkür. Man kann sich nicht auf Handlungen verlassen, die zum Erfolg führen, weil diese sich ständig ändern. Das zeigt wieder, dass Kinder definitiv ein klares „Korsett“ brauchen, ein Konstrukt aus Regeln an denen sie sich orientieren können. Und natürlich brauchen sie auch ihren „Dickkopf“, dass lehrt sie und mich mit Konflikten umzugehen. Daran können sie wachsen.

Das ist übrigens eine schöne Überleitung: Timo ist ordentlich gewachsen. Er ist jetzt kurz vor der 1,20 Marke (die ist wichtig, wenn man irgendwann mal mit einer Achterbahn fahren will). Und ihm fehlen oben zwei Zähne, wo dann demnächst hoffentlich wieder neue wachsen. 🙂

Mika ist von der Größe her nicht so hochgeschossen, hat aber einen riesen Sprung gemacht, was die Sprache und die Motorik angeht. Immer öfter zieht das Wort „Warum?“ wieder bei uns ein. Er spielt jetzt auch total gern so Rollenspiele mit Dinosauriern, Legofiguren usw. und es ist so putzig, wenn man ihm dabei zuhört. Dabei fragt er sich nämlich des Öfteren sogar selbst „warum?“ und beantwortet die Frage dann selbst. Total niedlich kann ich Euch sagen. Ich merke auch, dass ich immer mehr mit Mika anfangen kann (wahrscheinlich, weil er sich jetzt einfach besser artikulieren kann). Er schreit deutlich weniger und erzählt lieber vor sich hin. Und er hat es faustdick hinter den Ohren. Im Urlaub hat er sich doch direkt mal mit 2-3 Jungs in Timos Alter angelegt (nur spielerisch und nur so getan als würde er kämpfen), da wurde mir schon ein wenig mulmig. Zum Glück waren die „Großen“ so verdattert, was sich der „Kleine“ da so traut, dass sie einfach nur stillgehalten haben 😉

Ein paar Fotos habe ich auch gemacht und meinen Account bei der fotocommunity wieder reaktiviert, in der Hoffnung demnächst wieder ein wenig tiefer in die Fotografie einzusteigen.

 

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So das war es dann erstmal für heute. Kleiner Tipp für alle, die bis hierher gelesen haben: es wird diese Woche noch ein Gewinnspiel geben. Reinschauen lohnt  sich also.

 

2 comments on “Rückblick für mehrere Wochen :)”

  1. Aileen Antworten

    Ich bin immer beruhigt wenn ich lese, das es nicht nur umso geht. Ich finde auch das unser Tag sehr harmonisch verläuft wenn alles nach den gewohnten Regeln abläuft. Da wird zwar trotzdem mal „gepokert“ ob er was eigentlich verbotenes darf aber akzeptiert dann auch ein Nein. Ich hoffe Tini geht es besser. Lg

    • Mattes Antworten

      Ja, das ist auch immer der Punkt, wenn ich so überlege, dass das ja nicht nur bei uns so gefühlt „chaotisch“ ist 🙂
      Danke für Deinen Kommentar. Tini geht’s ganz gut, OP ist wohl vom Tisch, Physio ist angesagt. 😉

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