Bei der Überschrift zieht sich in mir schon alles zusammen, wenn ich sie lese. Diesen Satz aber aus dem Mund eines Mannes, ja eines Vaters zu hören ist wirklich schlimm. Man sieht es ihm sogar an, wie er diesen Umstand bedauert. Trotzdem kriegt er in dem Video noch „die Kurve“ und erzählt, was er anders machen wollte und will.

Ich finde seine Ansichten über das Vater sein, einfach super. Seine Einstellung zur Arbeitszeit im Alter zwischen 30 und 50 zum Beispiel. Das Arbeitgeber die Arbeitszeit für diese Jahre auf eine 4 Tage Woche verkürzen sollten, damit Eltern auch in den wichtigen Phasen des Lebens der Kinder „anwesend“ sind. Ich merke es ziemlich oft, dass ich mit den Jungs von Termin zu Termin jage, obwohl wir jetzt nicht die Eltern sind, die ihre Kinder mit Aktivitäten zupflastern. Auf der anderen Seite muss ich sagen, bin ich dankbar, dass mein Arbeitgeber mir relativ große Flexibilität ermöglicht, was meine Arbeitszeiten angeht.

Allein mit dem Home-Office Modell bin ich  ja doch ganz anders „verfügbar“ für die Kinder, als wenn ich nur im Büro sitze und dann noch jeweils eine Stunde Anfahrt in Kauf nehmen muss. Das ist dann Zeit, die der Eltern-Kind-Zeit direkt zu Gute kommt.

Ich habe auch einige Gemeinsamkeiten mit Bill Mockridge entdeckt. Er sagt, er wäre so überhaupt nicht der Basteltyp. Das geht mir ganz ähnlich. Es liegt mir einfach nicht. Allerdings versuche ich für die Jungs auch mal über mich hinauszuwachsen. Hin und wieder funktioniert das ja dann auch (wenn ich mir den Ninja Turtle Panzer so anschaue). 😉

Das Gefühl, dass er beschreibt, das er meint nur Fehler gemacht zu haben, kenne ich nur zu gut. Gerade beim ersten Kind war ich als Vater ziemlich verunsichert. Anfangs konnte ich mit den Jungs gar nichts so richtig anfangen (zumindest fühlte sich das so an), trotzdem saß ich ewig lange an ihren Bettchen und habe sie beobachtet. Und sie haben dann ja auch mit mir interagiert. Jetzt wo beide etwas „robuster“ sind genieße ich es richtig. Klar gibt es immer mal wieder Dinge, über die ich mich aufrege und bei denen ich etwas die Fassung verliere. Aber wenn Tini und ich dann abends auf dem Sofa sitzen und den Tag Revue passieren lassen, dann merke ich, was für wunderbare Jungs wir haben.

Und ich bin froh, dass die Überschrift nicht auf mich zutrifft. Ich habe meinen Vater oft umarmt (und kann es zum Glück auch noch). Auch wir hatten viele Streitigkeiten, aber letztendlich bin ich doch froh, wenn ich das Wissen, was er mir vermittelt hat an meine Jungs weitergeben kann. Es ist einfach ein großartiges Gefühl zu sehen, wie die beiden das Wissen förmlich „aufsaugen“ und dabei gar nicht merken, dass das gesammelte Erfahrungen aus mindestens zwei Generationen sind 😉

Also, wer es noch nicht gemacht hat, schaut sich doch bitte mal das Video da oben an. 🙂

Wie geht es Euch in der Elternrolle? Schaut Ihr schon darauf zurück, wie Bill, oder steckt Ihr noch mittendrin?

 

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