Es kann einen auch bis auf die Knochen blamieren, dass ist höchst situationsabhängig. Aber der Reihe nach…

Wir haben Mika ja mit seinen 4 Jahren schon beim Seepferdchenkurs angemeldet. Nicht, weil wir zu den Supereltern, mit den Superkindern gehören, die unbedingt was vorweisen müssen, sondern weil uns in dem Vorgängerkurs gesagt wurde, dass er das ruhig schon mal probieren sollte.

So weit, so unspektakulär.

Wir haben die Termine eigentlich so gelegt, dass Tini ihn fährt und abholt.

Gestern war es dann aber mal soweit, es gab die typische Ausnahme von der Regel und ich habe Mika ins Schwimmbad gebracht. Nachdem ich Timo in der Schule eingefangen habe, bin ich dann mit ihm zusammen ins Schwimmbad um Mika abzuholen. Relativ stressig, wenn man für beides 40 Minuten hat, eine Strecke aber schon 18 Minuten Fahrtzeit verbraucht. Hat aber diesmal alles gut geklappt und wir sind mit Mika in der Herren-Sammel-Umkleidekabine. Neben uns ein älterer Herr mit jungem Enkelsohn (ich schätze 5 oder 6 Jahre alt). Die beiden unterhalten sich, dass es nicht so schlau wäre, wenn der Junior die Tür jetzt schon aufmachen würde, denn dann könnte man ja „deinen nackigen Popo und Penis sehen“ (O-Ton, Shorty)

Danach war dann erstmal betretenes Schweigen angesagt. Bis der Kurze anfing mit den Worten:„Opa, ich weiß schon, warum du so dick bist!“

„Weil du so viel von Deinem Lieblingsessen gegessen hast und den Nachtisch magst, mit ganz viel Mayo!

Ich schaute zum Opa rüber und sagte nur:„Ja, ja Kinder können so brutal sein. Ich höre das auch jeden Tag.“
Worauf hin er kräftig zu lachen anfing.

Als er sich beruhigt hatte, hatte Mika seine Sternstunde und meinte unbedingt etwas sagen zu müssen. Und das Kind haut doch wirklich in einer Lautstärke, dass man es bis zur Kasse hören konnte, raus: „Papa Du hast einen dicken Penis!“

Wir Männer dann gleich so:

Ich konnte Mika kurz beruhigen in dem ich ihn aus der Kabine trieb. Aber kaum öffnete ich die Tür, ins Gesicht einer Frau blickend, die vor der Damenkabine wartete, haut das Kind den Satz direkt noch mal raus, damit es auch keine Mißverständnisse gibt und jeder Bescheid weiß!

In solchen Momenten lächelt man als Vater, nur peinlich berührt vor sich hin und hofft, niemanden zu treffen den man kennt.

Schön, wenn das Lächeln dann zumindest erwidert wird:

In der Realität sah das aber dann eher so aus:

Und? Wie ist es bei Euch? Womit haben Eure Kinder Euch mal so richtig schön bloßgestellt? Würde mich mal interessieren.

 

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