So, da liegt sie also hinter uns die erste Woche komplett Homeoffice mit 2 Kindern zu Hause. Das ich schon des Öfteren mal statt der eigentlich nur 50% meiner Arbeitszeit in 100% ausgedehnt habe, wenn z.B. ein Kind krank war, ist ja kein großes Geheimnis. Aber 2 Kinder zu Hause zu haben, diese dann mittags zu bekochen, zwischenzeitlich noch dafür zu sorgen, dass sie die Schulaufgaben auch wirklich machen und dann natürlich auch produktiv arbeiten zu können, ist dann doch noch mal eine ganz andere Hausnummer. Und ehrlich gesagt hatte ich da auch meine großen Bedenken, als ich von der Schulschließung auf Grund von Corvid-19 gehört habe. Die ersten 2 Tage liefen aber auch ganz gut, allerdings kippte die Stimmung an Tag drei, denn Mika leidet wirklich wie ein Hund, weil er nicht zur Schule gehen kann.

Erst habe ich ja gedacht, mit dem Kind stimmt doch was nicht, wie kann man sich denn beschweren, wenn man nicht zur Schule muss. Als ich mich aber in seine Lage versetzt habe, trieb es mir doch fast die Tränen in die Augen. Er ist wirklich motiviert und hat auch coole Freunde in der Schule gefunden, doch nun konnte er das Ganze nur ein Schulhalbjahr „genießen“ und die ungewisse Aussicht, wann er denn wieder zur Schule gehen kann, nagt an seiner kleinen Kinderseele merklich. Leider ist es kein großer Trost, dass es den anderen Kindern der Klasse auch so geht. Und wenn ich dran denke, wie viele Kinder auf der Welt gar keine Chance haben in die Schule zu gehen, wird mir direkt übel. 🙁

Auf jeden Fall versuchen wir Mika das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Allerdings geht das nicht ohne eine gewisse Strenge, was die Erledigung der Schulaufgaben angeht. Dies führt bei ihm aber leider nicht wirklich zu einer richtigen Motivation. Es ist eher so ein tägliches Handeln wie auf dem Basar, welche Aufgaben er am Tag macht. 😀

Timo steckt das Ganze doch deutlich besser weg. Da merkt man, dass er jetzt mit 10 Jahren schon reifer ist. Obwohl ihm die Absage seiner Geburtstagsfeier auch sehr mitgenommen hat. Es gab einige Tage, an denen er wirklich nicht gut drauf, ja sogar richtig krawallig war. Aber als wir uns dann unterhalten haben, hat er unter Tränen eingestanden, dass ihn das zu schaffen macht.

Naja es ist wie es ist. Ändern können wir es im Moment nicht. Wir werden uns weiterhin daran halten so wenig wie möglich soziale Kontakte zu haben und die Kinder weiter betreuen. Nützt ja nichts. 🙂

Wie ist es bei Euch? Habt Ihr Ähnliches erlebt?

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